Wir sind ein kleines Konzertkollektiv in Berlin und organisieren DIY Shows von Punk, HC, Screamo, Postrock über Singer Songwriter, RiotGrrrl, Queercore… usw. Wir organisieren immer wieder spezielle Grrrl-Queer Shows und Parties oder Soli Events, aber auch Shows, bei denen es zu einem hohen Anteil männlicher Teilnehmer/Bandmitglieder kommt. Wichtig ist uns, dass trotzdem nicht unser sexismuskritischer/antisexistischer Anspruch verloren geht. HC/Punk ist für uns mehr als nur ein weiß dominierter, hetero, männlicher Mittelklassenspielplatz und wir versuchen einen Freiraum für viele Menschen zu schaffen, um an unseren Veranstaltungen teilhaben zu können und sich wohlzufühlen.

Für BARRIEREfreies Feiern

Was heißt Barrierefreiheit für uns und wie wollen wir diesen Anspruch umsetzen?

Barrieren sind …
→ Verschiedenste Formen von Diskriminierungen, Hierarchisierungen und Unterdrückungen
→ Hohe Eintrittspreise
→ Unreflektiertes und triggerndes Bühnenverhalten
→ Rücksichtsloses, gewaltvolles, dominantes Verhalten vor der Bühne
→ Gewalt, egal in welcher Form
→ Grenzüberschreitungen

Wie versuchen wir mit diesen Barrieren umzugehen?…

Wir versuchen einen Raum zu schaffen für Menschen mit unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen, die alle möglichst eine tolle Zeit bei der Show haben sollen
Dabei ist es uns wichtig, verschiedene Formen von Diskriminierung auf den Schirm zu haben und darauf zu achten, dass so viele Menschen wie möglich sich bei uns wohl fühlen können und nicht diskriminiert, beleidigt oder getriggert werden
Wir wollen ein Klima schaffen, wo sich verschiedene Menschen wohl fühlen, was u.a. mit der Raumeinnahme anfängt – uns ist es bspw. wichtig zu versuchen, dass nicht nur Männer auf und vor der Bühne stehen
Männlich dominantes und aggressives Verhalten – u.a. Violent Dancing, selbstverständliches T-Shirt ausziehen von Männern oder Klugscheißersprüche gegenüber Musiker_innen und Besucher_innen wollen wir NICHT
Grenzüberschreitungen können verschiedene Formen annehmen und werden von der betroffenen Person definiert und von uns ernst genommen. Grenzüberschreitungen fangen nicht erst mit physischer Gewalt an, sondern auch schon mit lästigen Anmachsprüchen oder diskriminierenden Witzen gegenüber anderen Menschen im Raum (oder welche nicht im Raum sind!)
Wenn du dich in einer Situation unwohl fühlst oder Vorfälle mitbekommst, die grenzüberschreitend und diskriminierend sind, dann misch dich ein oder melde dich am Einlass oder der Bar. Wir haben immer Ansprechpersonen vor Ort, die dir helfen können.
Im Sinne der Definitionsmacht wird bezogen auf sexualisierte Gewalt und Übergriffe gehandelt – die Definitionsmacht liegt bei der_n Betroffenen und es kann auch zu Ausschlüssen kommen, wenn dies erwünscht ist.
Wir können Auskunft über die Situation in der Konzertlocation geben, falls bspw. Treppen oder enge Toiletten eine Barriere darstellen. Kontaktiere uns einfach per Mail, es lassen sich auch oft Lösungen für den Abend finden.